Der lächelnde Überlebende

Chum Mey sitzt über einer Schüssel Reis an einem kleinen Tisch unter einem Baum am Zaun des Schulgeländes. Schulgelände? Ja. Das berüchtigte Foltergefängnis S-21 an der 103. Straße in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh war vor der Zwangsräumung der Stadt durch die Roten Khmer 1975 ein Gymnasium. Chum Mey kam 1978 hierher. Warum? Das weiß er…

„Starkes Land und reiches Volk“

Zhou Chun hätte allen Grund zum Hass. Zum Hass auf die chinesische Regierung, der er 22 Jahre Gefängnis und Straflager zu verdanken hat. „Ich war 30, als ich eingesperrt wurde.“ Aber der 87-jährige hasst nicht. Er sagt nur lapidar, dass er einfach Pech hatte, als er 1955 zum Rechtsabweichler erklärt wurde. Gespannte Stille herrscht im…